Firmenlogo
StartseiteÜber unsere BäckereiSo erreichen Sie unsBerichte über unsImpressum
 

Dieses Firmenporträt erschien im August 1999 auf den Service-Sonderseiten der Verkehrs- und Werbegemeinschaft Rhede im BBV. Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Bocholter-Borkener Volksblattes. Dankeschön!

 
Traditionsreich: Bäckerei Stenneken
Hier werden die Brötchen noch von Hand geformt

70 Weizen / 30 Roggen. Damit ist nicht etwa die genaue Anzahl von Körnern pro Brotlaib gemeint, wie uns Willi Stenneken aufklärt. Es ist die vor vielen Jahren in Rhede bevorzugte Mehlmischung für das tägliche Brot. Die damaligen Münsterländer liebten es heller als die heutigen Zeitgenossen, die dunkle kräftige Brotsorten und Körnerbrote schätzen. Der Bäckermeister muss es wissen, denn schließlich befasst sich seine Familie seit nunmehr fast 90 Jahren mit Backwaren und deren Verkauf.

1910 wurde die Bäckerei mit Lebensmittelhandel von Johann Forge am heutigen Standort gegründet. Als der Bäckermeister und Großvater von Willi Stenneken 1938 starb, übernahm sein Sohn Hans den Betrieb an der Burloer Straße. Gemeinsam mit seiner Schwester Maria führte er das Geschäft, bis er zum Kriegsdienst verpflichtet wurde. Nach einer Pause während des Krieges eröffneten die Geschwister die Bäckerei wieder. Als Hans Forge 1948 bei einem Unfall ums Leben kam, war es Maria Forge, jetzt Stenneken, die den Lebensmittelhandel und die Bäckerei weiter führte.

•  1960 verlosch das Feuer in den alten Backöfen einstweilig, da es an qualifizierten Mitarbeitern mangelte. Das Handwerk vollständig aufzugeben, stand jedoch nie zur Debatte. Denn schon damals befand sich Willi Stenneken mitten in seiner Ausbildung zum Bäcker. Nach seiner Meisterprüfung 1967 krempelten er und seine Ehefrau Agnes die Ärmel hoch und begannen mit dem Umbau des Betriebes. "Es war alles völlig überaltet", erinnert sich Willi Stenneken. Die beiden vergrößerten das Ladenlokal und errichteten am Standort einer angrenzenden Scheune ihre neue Backstube.

In den folgenden Jahren wurde die Backstube mehrfach erweitert. Nicht zuletzt auch wegen des stets anwachsenden Mitarbeiterstammes. Denn konnten Willi Stenneken, seine Ehefrau Agnes und seine Mutter Maria die anfallende Arbeit anfangs noch allein bewältigen, sind heute 15 Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt. Eine stolze Zahl, die auf den hohen Stellenwert manueller Arbeit zurückzuführen ist, denn wenn Willi Stenneken von Handwerk spricht, dann ist das wörtlich zu nehmen.

Natürlich findet beim Kühlen und Backen modernste Technik Anwendung, aber das Formen der Brötchen und zahlreiche andere Tätigkeiten geschehen nach bester Bäckertradition immer noch von Hand. "Dafür sind wir bekannt und deswegen kommen die Leute auch zu uns", weiß Willi Stenneken. Sicher auch, weil aus der angrenzenden Backstube jeden Morgen der Duft von täglich 30 Brot- und 24 Brötchensorten sowie Gebäck und Torten in das Ladenlokal weht.

Der Ausbildung des Nachwuchses misst man bei Stenneken sowohl im kaufmännischen als auch im handwerklichen Bereich große Bedeutung bei. So erhielten seit 1967 24 junge Leute eine qualifizierte Ausbildung im Betrieb. 1998 schloss Sven Liemann als Jahrgangsbester im Kreis Borken seine Gesellenprüfung zum Bäcker ab und auch Daniela Laznie könnte ihre Ausbildung kürzlich mit gutem Ergebnis abschließen.

Nachwuchssorgen muss man sich familienintern ebenfalls nicht machen. Sohn Frank tritt in die Fußstapfen seines Vaters und hat mittlerweile seinen Bäckermeister in der Tasche. Demnächst besucht der Betriebswirt des Handwerks für einige Monate die Konditormeisterschule in Iserlohn, um im Spätherbst ins elterliche Geschäft nach Rhede zurückzukehren. "Er wird den Betrieb irgendwann übernehmen", ist sich Willi Stenneken sicher. Doch wann er seine Bäckerkluft zum letzten Mal überstreift, das weiß er jetzt noch nicht.

-cs-

nach oben
zurück zur Presseschau-Übersicht

 
Unsere Produktpalette
Blick in unsere Backstube
Unsere besten Rezepte
Jeden Morgen frische Brötchen


























    © Bäckerei Stenneken/www.working-the-web.de